Amazon stellt Unterstützung für ältere Kindle-Modelle ein

Veröffentlicht am Apr. 12, 2026.
Veraltete Kindle-Geräte mit verblassenden Bildschirmen.

Amazon, der Technologieriese hinter den beliebten Kindle-E-Readern, hat eine umstrittene Entscheidung getroffen, die Unterstützung für einige ältere Modelle einzustellen. Besonders betroffen sind Geräte, die vor 2012 auf den Markt kamen, wie der Kindle Touch und einige Kindle Fire-Tablets. Diese Änderung hat viele Nutzer verärgert, die sich über den Verlust der Möglichkeit beklagen, neue E-Books herunterzuladen. In einer Zeit, in der digitale Technologien exponentiell wachsen und sich weiterentwickeln, wirft diese Entscheidung Fragen zur Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Elektronik auf.

Die Entscheidung von Amazon, die Unterstützung für solche Geräte zu beenden, rührt von der schnelllebigen Technologieentwicklung her. Während diese älteren Kindle-Modelle über ein Jahrzehnt lang niedrigen Wartungsaufwand mit sich brachten, sind sie nicht mehr fähig, moderne Software-Updates und Online-Dienste zu unterstützen, welche Sicherheits- und Performance-verbesserungen bieten. Paola Pescatore, ein Technologieanalyst, erklärt, dass die alten Geräte für andere Einsatzbedingungen konzipiert wurden und nicht mehr mit den heutigen Anforderungen Schritt halten können. Ihre Einschränkungen könnten sie in naher Zukunft in passive Lesegeräte verwandeln, die nicht mal mehr mit dem Internet verbunden werden können. Diese Entwicklung wirft auch die Frage auf: Sollten Verbraucher bereit sein, alte Geräte aufzugeben, um Platz für neue Technologien zu schaffen, obwohl sie funktional bleiben?

Kritiker der Entscheidung weisen darauf hin, dass trotz der Vorteile neuerer Geräte, die Unterstützung von funktionierenden, aber älteren Geräten ein Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Elektronikindustrie sein sollte. Ugo Vallauri vom Restart-Projekt macht deutlich, dass Hersteller oft versprechen, neue Geräte funktional zu verbessern. Dennoch unterminieren sie gleichzeitig die Nutzung bisher stabiler Geräte, was zu einem steigenden Elektroschrottproblem führen könnte – Schätzungen zufolge bis zu 624 Tonnen durch die jetzt unbrauchbar gewordenen Kindle.

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