Chinas Raum-Maus bringt drittes gesundes Wurf zur Welt

Veröffentlicht am Apr. 03, 2026.
Chinas Raum-Maus bringt drittes gesundes Wurf zur Welt

Eine weibliche Maus, die im vergangenen Jahr Zeit an Bord der chinesischen Raumstation verbracht hat, hat jetzt ihr drittes gesundes Wurf auf der Erde zur Welt gebracht. Diese Entwicklung liefert Wissenschaftlern wertvolle Einblicke in die Fortpflanzung von Säugetieren, die zuvor im Weltraum gelebt haben.

Im Rahmen der Shenzhou-21-Mission wurden vier Mäuse am Ende des Oktobers zur Raumstation geschickt. Dies stellte das erste Experiment Chinas mit kleinen Säugetieren im Orbit dar. Die Nagetiere verbrachten rund zwei Wochen in einem speziellen Lebensraum unter Mikrogravitationsbedingungen, bevor sie im Laufe des November zurück zur Erde gelangten.

Nach ihrer Rückkehr wurde das Weibchen schwanger und brachte Anfang Dezember ihren ersten Wurf von neun Welpen zur Welt. Seither folgten zwei weitere Würfe mit jeweils zehn und neun Welpen, wobei die Größe dieser Würfe die typischen terrestrischen Würfe von fünf bis sieben Welpen übertraf.

Forscher am Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben im Laufe der drei Würfe unterschiedliche Verhaltensweisen beobachtet. So zeigte das erste Wurf eine vorsichtige und sozial ängstliche Einstellung, während das zweite Wurf ein größeres Selbstvertrauen entwickelte und bereitwillig seine Umgebung erkundete.

Die Nachkommen aus dem dritten Wurf demonstrierten eine zunehmend verbesserte Anpassung an die Lebensbedingungen auf der Erde. Diese subtilen Verhaltensänderungen liefern wertvolle Hinweise für die künftige Erforschung der Fortpflanzung im Weltraum.

Da Mäuse eine genetische Ähnlichkeit von etwa fünfzehn Prozent mit dem Menschen aufweisen und schnelle Fortpflanzungszyklen haben, sind sie ideale Modelle für die Untersuchung potenzieller Risiken der menschlichen Fortpflanzung in Langzeitmissionen im Weltraum.

Die Forscher planen, diese "Welpen des Weltraums" genau zu beobachten, ihre Wachstumsphasen zu verfolgen und zu testen, ob sie selbst normal fortpflanzen können. Dies soll dabei helfen, mögliche generationsbedingte Auswirkungen zu untersuchen.

Zukünftige Experimente sind noch spannender, denn das wissenschaftliche Team wird längere Weltraumexperimente mit Mäusen durchführen, die menschlichen orbitarbeiten ähneln, die länger als sechs Monate dauern. Ziel ist es, physiologische Reaktionen und die Anpassungsfähigkeit an das Weltraumleben zu erforschen.

Die Erkenntnisse aus diesen Studien bringen Wissenschaftler einen Schritt näher an die Beantwortung einer grundlegenden Frage für die zukünftige Menschheit im Weltraum: Sind Säugetiere in der Lage, außerhalb der Erde erfolgreich fortzupflanzen?

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