Chinesische Ozeanexpeditionen setzen Frühlingsfest-Reise fort

Vier chinesische Forschungsteams setzen ihre Ozeanexpeditionen während der Frühlingsfestferien fort, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meeresumwelt zu untersuchen. Diese Expeditionen konzentrieren sich insbesondere auf die Tiefseeerkundungen im Pazifischen und Indischen Ozean, wo wichtige ökologische Untersuchungen durchgeführt werden.
Im westlichen Pazifik operiert das Forschungsschiff Shenhai Yihao, besser bekannt als Deep Sea No. 1, das das bemannte Tiefsee-U-Boot Jiaolong transportiert. Dieses Schiff ist von großer Bedeutung für Chinas Tiefsee-Explorationsprogrammen.
Der Jiaolong hat kürzlich seinen 419. Tauchgang erfolgreich absolviert, ausgestattet für eine anspruchsvolle Mission in großen Tiefen. Bei diesem Tauchgang hat das U-Boot Tiefen von über 4.000 Metern erreicht, was seine fortgeschrittene Technologie und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellt.
Im Rahmen seiner Mission führt der Jiaolong umfassende ökologische Erhebungen in Bereichen hydrothermaler Quellen durch. Dabei werden auch Untersuchungen in verschiedenen Disziplinen wie Meeresgeologie, Chemie, Biologie und Physik durchgeführt.
Die Mission kombiniert die Fähigkeiten des Jiaolong mit einem ferngesteuerten Fahrzeug, das ebenfalls von dem Forschungsschiff aus betrieben wird. Diese Zusammenarbeit maximiert die Effizienz der Untersuchungen und die gesammelten Daten.
Das Shenhai Yihao gilt als Chinas erstes Unterstützungsfahrzeug für bemannte Unterseeboote und hat bereits bedeutende Erfolge bei Tiefseeexpeditionen erzielt. Frühere Missionen beinhalteten Chinas ersten bemannten Tiefsee-Tauchgang im Arktischen Ozean.
Anderswo ist das Ocean Expedition Team Dayang-95 am 13. Februar von Shenzhen in den Indischen Ozean aufgebrochen. Die Forscher haben sich darauf spezialisiert, Meeresbodenschwefelablagerungen zu untersuchen und die Ressourcenreserven in den Abbaugebieten zu bewerten.
Das Ozeanexpeditionsteam Dayang-91 im nordwestlichen Pazifik konzentriert sich auf Umwelt- und Ressourcenuntersuchungen in einem Gebiet, in dem polymetallische Knollen erforscht werden. Diese Untersuchungen werden von einem chinesischen Unternehmen geleitet, das an der Entwicklung von Tiefsee-Ressourcen interessiert ist.
Die gesammelten Daten zur Ressourcenverteilung und zu winterlichen Umweltparametern sind von großer Bedeutung für die künftige Umweltverträglichkeitsprüfung von Bergbauausrüstungen.
Zugleich führt die Besatzung der Ozeanexpedition Dayang-94 im nordwestlichen Indischen Ozean Studien zur Wassersäule durch. Diese Studien zielen darauf ab, die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten und des Klimawandels auf marine Umweltveränderungen und Sauerstoffverarmung besser zu verstehen.
Wissenschaftler suchen nach den Mechanismen, die Veränderungen der Biodiversität und Anpassungen in marinen Ökosystemen antreiben, um die Naturschutzbemühungen in der Region gezielt zu unterstützen und zu verbessern.
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