Die Raummaus bringt erste Nachkommen zur Welt für neue Forschungsansätze

Veröffentlicht am Feb. 19, 2026.
Die Raummaus bringt erste Nachkommen zur Welt für neue Forschungsansätze

Eine weibliche Maus, die an Bord des chinesischen Raumschiffs Shenzhou-21 ins All geschickt wurde, hat nach ihrer Rückkehr zur Erde gesunde Nachkommen zur Welt gebracht. Dies wurde kürzlich vom Technologie- und Ingenieuzentrum für die Raumnutzung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften bekannt gegeben. Die Geburt dieser Nachkommen stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Raumfahrtforschung dar und bietet neue Möglichkeiten zur Untersuchung der Fortpflanzung in einer extraterrestrischen Umgebung.

Die vier Mäuse, die im Rahmen eines Überlebens- und Anpassungsexperiments ins All geschickt wurden, lebten in einem speziellen Lebensraum für kleine Säugetiere an Bord der chinesischen Raumstation. Ihre Mission begann am Ende eines Oktobermonats und lieferte wertvolle Einblicke in die Bedingungen und Herausforderungen, denen Lebewesen im Weltraum ausgesetzt sind.

Nach der Rückkehr der Mäuse zur Erde am 14. November brachte die tragende Maus am 10. Dezember neun Nachkommen zur Welt, von denen sechs lebendig und gesund sind, was auf eine normale Überlebensrate hinweist. Diese "Weltraummaus-Nachkommen" erfreuen sich unter der sorgfältigen Pflege der Forscher, die das Muttertier als fürsorglich und aktiv beobachten.

Die Forschungsergebnisse geben Anlass zur Annahme, dass der Kurzaufenthalt im Weltraum keinen negativen Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Mäuse hatte. Wang Hongmei, eine Forscherin am Institut für Zoologie der Akademie, äußerte, dass diese Ergebnisse äußerst wertvoll sind für das Verständnis der Auswirkungen der Weltraumumgebung auf die frühe Entwicklung von Säugetieren.

Die Weltraummission stellte sich jedoch nicht ohne Schwierigkeiten dar. Die Mäuse erlebten aufgrund von Anpassungen im Rückkehrplan mit ihrer Nahrungsknappheit eine große Herausforderung. Das Bodenforschungsteam reagierte schnell und aktivierte einen Notfallmechanismus, um die Versorgung der Tiere sicherzustellen.

Durch die Nutzung der externen Wasserzufuhr-Schnittstelle konnte das Team in Zusammenarbeit mit Astronauten während des Flugs Wasser in den Lebensraum der Mäuse bringen. In Bezug auf die Nahrung identifizierten die Forscher mehrere alternative Nahrungsmittel aus der Astronautennahrungsversorgung.

Nach sorgfältigen Tests wählten die Wissenschaftler Sojamilch als die beste Nahrungsalternative für die Mäuse aus, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden sicherzustellen. Diese Vorsichtsmaßnahmen zeigen die Bedeutung der adaptiven Forschung, um Lebensbedingungen für Lebewesen im Weltraum aufrechtzuerhalten.

Zusätzlich dazu setzten die Forscher eine KI-gestützte Verhaltensanalyse ein, um die Bewegungsdaten und Essgewohnheiten der Mäuse in Echtzeit zu verfolgen. Dies lieferte nicht nur wertvolle Informationen über den Futterkonsum, sondern half auch, fundierte Entscheidungen im Notfall zu treffen.

Die Forscher planen, umfassende Studien zu den Nachkommen durchzuführen, mit dem Fokus auf ihre Wachstums- und Entwicklungskurven sowie auf physiologische Veränderungen. Diese Untersuchungen sind entscheidend, um das Verständnis der multigenerationalen Vererbung und der Entwicklung von Säugetieren im Weltraum weiter zu vertiefen.

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