WHO fordert eine Milliarde Dollar für globale Gesundheitskrisen 2026

Veröffentlicht am Feb. 05, 2026.
WHO fordert eine Milliarde Dollar für globale Gesundheitskrisen 2026

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Dienstag ihre Dringlichkeit in einem Aufruf nach Spenden von insgesamt 1 Milliarde Dollar zum Ausdruck gebracht, um gegen die schwerwiegendsten Gesundheitskrisen in diesem Jahr zu kämpfen. Zu diesen Krisen zählen die besorgniserregenden Notlagen in Gaza, Sudan, Haiti und Afghanistan, wo der Bedarf an humanitärer Hilfe und medizinischer Unterstützung enorm ist.

Diese Forderung zur Finanzierungssteigerung erfolgt vor dem Hintergrund drastischer Kürzungen der Auslandshilfe durch wohlhabende Staaten. Die WHO sieht sich gezwungen, ihren Notfallantrag auf eine niedrigere Summe anzupassen, um realistisch einzuschätzen, wie viel Geld tatsächlich zur Verfügung stehen könnte. Dies stellt eine klare Herausforderung für die Organisation dar.

Chikwe Ihekweazu, der Leiter der Gesundheitsnotfälle der WHO, äußerte sich besorgt über die enormen Bedürfnisse und die Schwierigkeiten, diese zu erfüllen. In einer Pressekonferenz in Genf erklärte er, dass die WHO vor besonders harten Entscheidungen steht, um den Gesundheitskrisen in den betroffenen Regionen gerecht zu werden.

Die WHO prognostiziert, dass im aktuellen Jahr über 239 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Unterstützung angewiesen sind. Diese finanziellen Mittel würden entscheidend dazu beitragen, grundlegende Gesundheitsdienste aufrechtzuerhalten. Ihekweazu betonte, dass viele dieser Personen in humanitären Krisen leben, in denen ihnen grundlegende Schutzrechte wie Sicherheit und Zugang zu Gesundheitsversorgung entzogen sind.

Er warnte vor der eskalierenden Gesundheitsbedürfnisse in Krisengebieten, die hervorgerufen werden durch Verletzungen, aufkommende Krankheiten, Unterernährung und unbehandelte chronische Erkrankungen. Washington hat traditionell eine führende Rolle bei der finanzielle Unterstützung der WHO gespielt, jedoch wurden unter der letzten Administration die Ausgaben für ausländische Hilfe erheblich reduziert.

Im Vorjahr hatte die WHO für eine Summe von 1,5 Milliarden Dollar appelliert, doch es konnte lediglich 900 Millionen Dollar eingeworben werden, was die Finanzierung deutlich unter das Niveau von vor einigen Jahren brachte. Ihekweazu erklärte, dass die Angelegenheit realistischer angepasst wurde, um den globalen Umständen und den Herausforderungen, mit denen viele Länder konfrontiert sind, Rechnung zu tragen.

Nach Ihekweazu liegen die Prioritäten der WHO auf hochwirksamen Dienstleistungen, mit einem klaren Fokus darauf, möglichst viele Leben zu retten. Die Organisation plant zudem, die Unterstützung durch lokale Partner zu intensivieren, um vor Ort besser helfen zu können und die Bereitschaft der Gemeinschaften zu stärken.

Die vorrangigen Notfallmaßnahmen für das Jahr umfassen eine Vielzahl weiterer Krisenregionen, darunter die Demokratische Republik Kongo, Myanmar, Somalia, Südsudan, Syrien, die Ukraine sowie den Jemen. Auch die Bekämpfung der Cholera- und Mpox-Ausbrüche steht im Zentrum der Bemühungen der WHO.

Ihekweazu unterstrich, dass eine fehlende Finanzierung die Welt erheblich anfälliger für Epidemien und pandemische Ausbrüche machen würde. Im vergangenen Jahr reagierte die WHO auf insgesamt 50 Gesundheitsnotfälle in 82 Ländern und erreichte mehr als 30 Millionen Menschen mit vitalen Dienstleistungen.

Dennoch veranlassten globale Mittel Kürzungen, dass über 6700 Gesundheitseinrichtungen in 22 humanitären Einsatzgebieten schließen oder ihre Dienste reduzieren mussten, was dazu führte, dass Millionen Menschen von einer angemessenen medizinischen Versorgung abgeschnitten wurden. Ihekweazu schloss mit einem eindringlichen Aufruf an die Staaten und die internationale Gemeinschaft, in eine gesündere und sicherere Zukunft zu investieren.

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