China erzielt Durchbruch in der Laserkommunikation mit Satelliten

Chinesische Forschungseinrichtungen haben einen bedeutenden Durchbruch in der Laserkommunikation erreicht, indem sie erfolgreich eine Verbindung zwischen einem Hochorbit-Satelliten und der Erde hergestellt haben. Dabei gelang es, eine zweiseitige Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde über eine beeindruckende Distanz von mehr als 40.000 Kilometern zu realisieren.
Diese Fortschritte in der Satelliten-Boden-Laserkommunikation erfolgen in zwei zentralen Richtungen. Zum einen wird daran gearbeitet, die Spitzen-Datenraten für den Downlink zu erhöhen, um der zunehmenden Datenmenge in bestimmten Anwendungen gerecht zu werden. Zum anderen liegt der Fokus auf der Verbesserung stabiler, langfristiger und Echtzeit-Kommunikationsfähigkeiten für Hochorbit-Umgebungen.
An dem Projekt waren das Institut für Optik und Elektronik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften sowie die Beijing University of Posts and Telecommunications und die China Academy of Space Technology beteiligt. Gemeinsam haben sie eine stabile Laserverbindung zwischen einem Observatorium in der südwestchinesischen Provinz Yunnan und einem geosynchronen Satelliten eingerichtet.
In einem Test über eine Entfernung von bis zu 40.740 Kilometern konnte sowohl beim Uplink als auch beim Downlink eine hochgeschwindigkeitsfähige bidirektionale Kommunikation mit 1 Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Dabei wurden Rekorde für die schnelle Linkherstellung und die ununterbrochene Linkdauer aufgestellt.
Das experimentelle Umfeld, das in der anspruchsvolleren Hochorbit-Plattform durchgeführt wurde, ermöglichte es, die Dauer stabiler Kommunikationsverbindungen von Minuten auf Stunden zu verlängern. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung eines integrierten Erd-Weltraum-Netzwerks dar.
Dieser Durchbruch hat das Potenzial, die Möglichkeiten von Satelliten umfassend zu erweitern, da sie nicht nur Daten in Hochgeschwindigkeit übertragen, sondern auch komplexe Befehle in Echtzeit empfangen können.
Die Forscher haben zudem bestätigt, dass das Experiment die Kommunikationsfähigkeiten von Bodenstationen im tiefen Weltraum validiert hat. Damit wird der Weg für zukünftige Hochgeschwindigkeits-Laserverbindungen mit dem Mond, dem Mars und anderen fernen Raumsonden geebnet.
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