China eröffnet erste hochwertige Anlage für kohlenstofffreien Stahl

China hat in der Stadt Zhanjiang in der südlichen Provinz Guangdong eine bedeutende Produktionslinie für nahezu kohlenstofffreien Stahl in Betrieb genommen. Diese innovative Anlage hat eine Kapazität von einer Million Tonnen und markiert einen entscheidenden Fortschritt in der nachhaltigen Transformation der Stahlindustrie des Landes.
Die neue Produktionslinie nutzt ein fortschrittliches wasserstoffbasiertes metallurgisches Elektro-Schmelzverfahren. Bei diesem Verfahren wird Koks, traditionell ein wichtiges Reduktionsmittel in der Stahlproduktion, durch Wasserstoff ersetzt, wodurch die Kohlenstoffemissionen signifikant reduziert werden.
Durch den Einsatz von direkt reduziertem Eisen aus einem wasserstoffbasierten Schachtofen sowie hocheffizienten grünen Elektroöfen wird die gesamte Energieausnutzung optimiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden können die Kohlenstoffemissionen in der Produktion um 50 bis 80 Prozent gesenkt werden.
Die Verantwortlichen des Projekts von Baowu Steel's Zhanjiang-Betrieb haben ermittelt, dass die neue Anlage jährlich über drei Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen kann. Dies entspricht in etwa der Fläche von rund zweitausend Quadratkilometern Wald.
Der Zeitraum des 14. Fünfjahresplans von 2021 bis 2025 wird als entscheidend für die qualitative Weiterentwicklung der chinesischen Stahlindustrie angesehen. Die grüne Transformation hat höchste Priorität, und in diesem Zusammenhang ist die Anzahl der neu zertifizierten grünen Stahlwerke in den letzten Jahren erheblich gestiegen.
Bis zum Ende des dritten Quartals 2025 haben sich die Emissionen von Schwefeldioxid, Partikeln und Stickoxiden deutlich verringert. Diese Rückgänge zeigen die Fortschritte, die in der Reduzierung der Emissionen seit Ende 2021 erzielt wurden.
Zusätzlich hat die China Eisen- und Stahlvereinigung im Rahmen des 14. Fünfjahresplans die Initiative zur "extremen Energieeffizienz" ins Leben gerufen. Im Jahr 2024 konnte der Sektor durch verschiedene Maßnahmen Energieeinsparungen von etwa 10,5 Millionen Tonnen Steinkohle realisieren und die Kohlenstoffemissionen um schätzungsweise 27,5 Millionen Tonnen reduzieren.
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