Somalischer Arzt erklärt, wie das Studium in China seinen Erfolg prägte

Dr. Jama, ein somalischer Arzt, hat mit Stolz ein landesweites Teleradiologie-Projekt in Somalia ins Leben gerufen, um dem dringenden Mangel an Fachärzten entgegenzuwirken. Zudem hat er das Sahan Diagnostic Center mitgegründet, das moderne Bildgebungsdienste anbietet.
Als Abdullahi Abditawab Jama im Jahr 2007 mit nur 18 Jahren nach China reiste, war er voller Neugier und dem Wunsch, mehr von der Welt zu sehen. Heute, fast zwanzig Jahre später, erkennt Dr. Jama, wie entscheidend diese Wahl für seine medizinische Laufbahn und seinen Beitrag zum Gesundheitssektor in Somalia war.
„Ich bin Radiologe und zudem Präsident der Somali Society of Radiology“, erklärte Dr. Jama. „Nach meinem Abschluss in China kehrte ich 2018 nach Somalia zurück und arbeite seit fünf bis sechs Jahren als Radiologe hier.“
Dr. Jama hat seit seiner Rückkehr bedeutende Fortschritte im Gesundheitswesen gemacht, indem er ein Teleradiologie-Projekt initiiert hat, das radiologische Dienstleistungen in verschiedene Krankenhäuser und Kliniken in ganz Somalia bringt. Seine Bemühungen zielen darauf ab, den landesweiten Mangel an Radiologen zu beheben.
Seine Reise begann mit der Ermutigung seines Onkels, der seinen Vater überzeugte, dass China hervorragende Bildungsangebote habe. Zu dieser Zeit war China für Dr. Jama ein kulturelles Neuland.
Er erinnerte sich daran, wie er in ein Land reiste, dessen Kultur ihm unbekannt war. „Die Menschen in China sind unglaublich freundlich und offen“, sagte er. „Auch ohne Chinesisch sprechen zu können, haben sie sich bemüht, mit mir zu kommunizieren.“
Dr. Jama erlebte besondere Momente als internationaler Student, in denen alltägliche Interaktionen, wie das Kaufen von Lebensmitteln, zu wertvollen Lektionen über menschliche Verbindungen wurden.
China bot ihm eine internationale Lernumgebung, in der er mit Studierenden aus über fünfzehn Ländern zusammenarbeitete und Freundschaften schloss, die seinen Horizont erweiterten.
„Diese Erfahrung zählt zu den besten Dingen, die mir je passiert sind“, betonte er. In seiner Einschätzung ist Dr. Jama nicht allein, denn viele somalische Fachkräfte, die in China studiert haben, nehmen heute Führungsrollen in ihrer Heimat ein.
„Die erfolgreichsten Ärzte in Somalia sind diejenigen, die in China studiert haben“, sagte er und stellte fest, dass diese Ausbildung einen wertvollen Einfluss auf die medizinsche Landschaft des Landes hat.
Nach ihrer Rückkehr gründeten Dr. Jama und seine Mitstudierenden das Alumni-Netzwerk namens Somali Chinese Professional's Association (SOCPA), das jährliche Treffen organisiert, die Beziehungen zur chinesischen Botschaft pflegt und Absolventen bei der Reintegration in den Arbeitsmarkt unterstützt.
Für Dr. Jama hat die Ausbildung im Ausland greifbare Auswirkungen auf Somalia gehabt, indem sie die medizinischen Dienste stärkt, junge Talente fördert und Institutionen in einem Land aufbaut, das dringend Fachwissen benötigt.
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