China startet 42. Antarktis-Expedition mit innovativer Bohrtechnik

Chinas 42. Antarktisexpedition hat am Samstag in Shanghai den Seeweg eingeschlagen, wobei ein innovatives Team von über 500 Mitgliedern aus mehr als 80 Institutionen auf dem chinesischen Festland sowie zahlreiche Forscher aus über 10 Ländern an Bord sind, darunter Thailand, Chile und Portugal. Diese Expedition zielt darauf ab, tiefere Einblicke in die subglazialen Seen der Antarktis zu gewinnen und fördert damit die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit.
„Während dieser Expedition plant China zum ersten Mal, wissenschaftliche Bohrexperimente in Seen tief im antarktischen Inlandeisschild durchzuführen“, sagte Wei Fuhai, der Leiter des Expeditionsteams. Dafür kommen inländisch gefertigte Heißwasser- und thermische Schmelzbohrsysteme zum Einsatz, die eine saubere Probenentnahme durch mehr als dreitausend Meter dickes Eis ermöglichen.
Die subglazialen Seen der Antarktis sind durch extreme Umgebungsbedingungen kennzeichnet, was die Erforschung dieser einzigartigen Ökosysteme besonders wertvoll macht. Sie bieten nicht nur beeindruckende Einblicke in die Geschichte der Eisschilde, sondern sind auch ein Schlüssel zur Untersuchung der Klimaveränderung und der sedimentären Prozesse, die die Entwicklung des Lebens beeinflussen.
Long Wei, stellvertretender Direktor der chinesischen Arktis- und Antarktisverwaltung, betonte die Bedeutung dieser Expedition für Chinas Streben, als maritime Nation zu wachsen. Er hob hervor, dass das Verständnis, der Schutz und die Nutzung der Antarktis nicht nur von nationalem Interesse sind, sondern auch zur Förderung einer globalen Gemeinschaft beitragen.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Expedition ist die Qinling-Station, die im Februar in der Antarktis den Betrieb aufnahm. Diese Station nutzt ein hybrides erneuerbares Energiesystem, das Wind, Solarenergie und Wasserstoffspeicherung kombiniert, um den Verbrauch fossiler Energieträger signifikant zu reduzieren.
Das Bau-Team der Qinling-Station wird ein intelligentes System installieren, das polare Roboter mit einer KI-gesteuerten Plattform verknüpft. Diese Technologie soll eine unbemannte Verwaltung ermöglichen und die Effizienz der Materialhandhabung erheblich steigern.
Darüber hinaus plant das Expeditionsteam, während ihrer Forschungsreise eine Vielzahl neuer Technologien zu testen. Hierzu gehören das neu entwickelte Schneeleopard 6x6-Radfahrzeug und die leistungsstarken Hydraulik-Zuggeräte, die speziell für anspruchsvolle Umgebungen entwickelt wurden.
Das Team hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Mission bis Mai 2026 abzuschließen und anschließend nach China zurückzukehren. Diese Expedition stellt somit nicht nur einen bedeutenden wissenschaftlichen Schritt dar, sondern auch eine Gelegenheit zur Stärkung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
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