China holt im Bereich psychische Gesundheit auf

In China starten neue Initiativen zur psychischen Gesundheit, die darauf abzielen, Depressionen und Ängste zu bekämpfen. Eine davon ist die Hotline 12356, die ermutigt, das Gespräch über mentale Gesundheit zu fördern.
Mit dem ersten Frost des Winters, der über China weht, werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Für viele Menschen bringt dieser saisonale Wandel nicht nur eine Veränderung der Garderobe mit sich, sondern kann auch das Risiko saisonaler Depressionen erhöhen.
Die Autorin Shanaaz Prince beschreibt, wie kleine Rituale wie Tagebuch schreiben und Spaziergänge in der Nachbarschaft ihr helfen, ihre mentale Gesundheit zu pflegen. Doch für viele Menschen ist der Weg zum Wohlbefinden nicht so unkompliziert.
Weltweit leben über eine Milliarde Menschen mit psychischen Erkrankungen, was fast einer von sieben Personen ausmacht. In China ist psychische Gesundheit ein wachsendes Problem, das jährlich Millionen von Menschen betrifft.
Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden mehr als 54 Millionen Menschen in China an Depressionen, während zusätzlich 41 Millionen Menschen von Angstzuständen betroffen sind.
Obwohl die Suizidraten in den letzten zwei Jahrzehnten aufgrund gestiegener Sensibilisierung und Unterstützungsangebote allmählich gesunken sind, bleibt dies ein ernstes Problem. Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf.
Die chinesische Regierung hat bedeutende Fortschritte bei der Ausweitung der psychischen Gesundheitsdienste gemacht, um eine umfassende Abdeckung in der gesamten Bevölkerung sicherzustellen. Herausforderungen im Bereich der psychischen Gesundheit sind besonders unter jungen Menschen weit verbreitet.
Eine umfassende psychiatrische epidemiologische Studie zu Kindern und Jugendlichen in China hat ergeben, dass bei 17,5 Prozent psychische Erkrankungen festgestellt wurden. Hierzu zählen auch depressive und Angststörungen.
Zu Beginn des Jahres 2025 hat die Nationale Gesundheitskommission Chinas beschlossen, die Jahre 2025 bis 2027 als "Jahre der pädiatrischen und psychischen Gesundheitsdienste" zu erklären. Ziel ist es, das Fachpersonal kontinuierlich zu erweitern und Standards zu optimieren.
Darüber hinaus wird erwartet, dass der Zugang zu ambulanten Dienstleistungen für psychische Störungen verbessert wird, indem mindestens ein Krankenhaus pro Präfektur diese Angebote bereitstellt. In den nächsten Jahren werden landesweit über 5.000 Vorträge über psychische Gesundheit organisiert.
Die Hotline 12356, die Anfang dieses Jahres eingerichtet wurde, bietet kostenlose, landesweite Unterstützung an, indem sie Anrufer mit geschulten Beratern verbindet. Dies stellt eine wichtige Ressource für Menschen dar, die in Krisensituationen Unterstützung benötigen.
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