Chinas neue Satellitenstation trotzt extremer Kälte im Norden

China hat offiziell seine nördlichste Satellitendatenempfangsstation in Heilongjiang eröffnet, die strategisch in einer der kältesten Regionen des Landes gelegen ist. Diese neue Einrichtung stärkt die Erdbeobachtungskapazitäten Chinas und erhöht die Empfangszeiten für polarumlaufende Satelliten.
Die Station, die am Freitag den Vollbetrieb aufgenommen hat, ist ein wesentlicher Bestandteil des Fernerkundungsnetzwerks der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Ihr unmittelbarer geografischer Vorteil, in der Nähe des Nordpols des Landes zu operieren, verbessert erheblich die Effizienz der Datensammlung.
Die Einrichtung befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der Stadt Mohe und ist die Satellitenbodenstation mit der höchsten Breitengradlage in China. In dieser Region können die Wintertemperaturen auf grausame minus 53 Grad Celsius sinken.
Trotz der extremen Witterungsbedingungen arbeitet die Mohe-Station vollständig automatisiert und empfängt Daten von 25 nationalen Erdbeobachtungssatelliten Chinas, darunter die wichtigen Serien Gaofen und Ziyuan.
In der Station sind drei hochmoderne Empfangssysteme integriert, die S/X-Dualband- und Dualpolarisation-Datenempfang unterstützen. Sie erreichen beeindruckende Downloadgeschwindigkeiten, die deutlich über der maximalen Geschwindigkeit eines typischen Gigabit-Heimnetzwerks liegen.
Seit dem Beginn der Testbetriebe im Oktober hat die Mohe-Station erfolgreich eine Vielzahl von Orbitalempfängen durchgeführt. Dabei wurden enorme Datenmengen erfasst, mit einer erstaunlich hohen Empfangsquote, die die Effizienz und Zuverlässigkeit der Kommunikationsinfrastruktur unterstreicht.
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