WHO warnt vor Ausbreitung des Chikungunya-Virus in 119 Ländern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich vor der Ausbreitung des Chikungunya-Virus gewarnt, das mittlerweile in 119 Ländern festgestellt wurde. Laut Berichten sind Millionen von Menschen weltweit potenziell gefährdet, sich zu infizieren, was die Notwendigkeit einer verbesserten Gesundheitsversorgung deutlich unterstreicht.
Das Chikungunya-Virus wird hauptsächlich durch Mücken übertragen und verursacht Symptome wie hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und anhaltende Müdigkeit. Etwa vierzig Prozent der Infizierten können unter langfristigen Behinderungen leiden, die monatelang oder sogar jahrelang anhalten können. Obwohl der Virus in der Regel nicht tödlich ist, kann er in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen verursachen.
Bis Mitte Juli wurden in den Amerikas die meisten Fälle von Chikungunya-Infektionen weltweit gemeldet. Brasilien hat die höchste Anzahl an Fällen verzeichnet, gefolgt von Bolivien, Argentinien und Peru, wobei sich die Daten auf die zweite Julihälfte beziehen.
Diana Rojas Alvarez, eine medizinische Beamtin der WHO, merkte an, dass sich die Geschichte mit dem Chikungunya-Virus wiederhole und verglich die aktuelle Situation mit der Epidemie von 2004-2005, die fast eine halbe Million Menschen betraf.
Der gegenwärtige Anstieg der Infektionen begann Anfang 2025, startete auf den gleichen Inseln im Indischen Ozean, die zuvor betroffen waren, und breitet sich nun auf Länder wie Madagaskar und Kenia aus. Besorgniserregend ist, dass das Virus auch in Südostasien, einschließlich Indien, große Übertragungsraten gezeigt hat.
Aktuell wurden zwei Impfstoffe entwickelt, die sich jedoch hauptsächlich auf Reisende konzentrieren. Die WHO arbeitet eng mit den betroffenen Ländern zusammen, um Labortests zu stärken und das medizinische Personal zu schulen. Zudem wird eine neue strategische Beratungsgruppe eingerichtet, um globale Leitlinien zur Prävention und Kontrolle von Chikungunya zu entwickeln.
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