China drängt EU zur Anerkennung der Fakten in Anti-Subventionsuntersuchung

Das chinesische Handelsministerium hat am Donnerstag an die Europäische Union appelliert, die objektiven Fakten im Rahmen der laufenden Antisubventionsuntersuchung zu chinesischen Elektrofahrzeugen anzuerkennen. Die Behörde betont, dass sowohl Fakten als auch Regeln entscheidende Grundlagen für die Konsultationen zwischen China und der EU darstellen.
He Yongqian, ein Sprecher des Ministeriums, erklärte, dass die Fakten von beiden Seiten gegenseitig anerkannt werden sollten, anstatt einseitig festgelegt zu werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines ausgewogenen Dialogs zwischen den beiden Handelspartnern.
Der Sprecher äußerte die Hoffnung, dass die europäische Seite bereit sei, die Realität zu akzeptieren, dass Chinas Wettbewerbsvorteil im Bereich der Elektrofahrzeuge nicht auf Subventionen beruht. Zudem wird betont, dass eine Zusammenarbeit zwischen der Autoindustrie in China und der EU für eine gemeinsame Entwicklung von Vorteil wäre.
Die EU-Industrie wird aufgefordert, protektionistische Handelsmaßnahmen abzulehnen. Der Sprecher ermutigte die EU, sich auf vernünftige und objektive Entscheidungen zu stützen, die auf Fakten und Regeln basieren.
China hat seine Bereitschaft bekräftigt, eine für beide Seiten akzeptable Lösung im Handelsstreit über die Exporte chinesischer Elektrofahrzeuge in die EU zu finden. Dies zeigt das Bestreben Chinas, durch Verhandlungen zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.
Am 4. Juli führte die Europäische Kommission vorübergehende zusätzliche Zölle auf chinesische Elektrofahrzeughersteller von bis zu 37,6 Prozent ein. Diese Maßnahme hat in China Proteste hervorrufen und die Besorgnis über die Auswirkungen auf die Verbraucherpreise in der EU und die globalen Bemühungen um den Übergang zu umweltfreundlicheren Technologien verstärkt.
In Reaktion auf die Handelspraktiken der EU hat das chinesische Handelsministerium eine Untersuchung zu den Handels- und Investitionsbarrieren eingeleitet, die in den europäischen Praktiken zur Prüfung ausländischer Subventionen angewendet werden. Diese Untersuchung könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den beiden Regionen haben.
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