Australische Studie zeigt Stillen hilft gegen Brustkrebs

Veröffentlicht am Dez. 02, 2025.
Australische Studie zeigt Stillen hilft gegen Brustkrebs

Eine aktuelle australische Studie hat ergeben, dass das Stillen langfristigen Schutz gegen Brustkrebs bieten kann. Forscher des Peter MacCallum Cancer Center fanden heraus, dass Stillen das Immunsystem nachhaltig beeinflusst und insbesondere das Risiko von aggressiven triple-negativen Brustkrebsformen senken kann.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung erläutern die Wissenschaftler den biologischen Mechanismus hinter den schützenden Effekten von Stillen und wie sich diese auf das Immunsystem von Frauen auswirken. Professor Sherene Loi, die Leiterin der Studie, hebt hervor, dass stillende Frauen über spezielle Immunzellen verfügen, die Jahrzehnte nach der Geburt im Brustgewebe verbleiben.

Diese Immunzellen, bekannt als CD8⁺ T-Zellen, fungieren als Wächter im Gewebe und sind darauf vorbereitet, potenziell krebserregende Zellen anzugreifen. Loi erklärt weiter, dass dieser Schutzmechanismus wahrscheinlich entwickelt wurde, um Mütter in der verletzlichen Phase nach der Schwangerschaft zu schützen.

Die Forschung zeigt, dass der Abschluss eines vollständigen Zyklus von Schwangerschaft und Stillzeit zur Ansammlung dieser schützenden T-Zellen in der Brust führt. In vorklinischen Experimenten wurde der positive Effekt dieser Zellen auf das Tumorwachstum nachgewiesen.

Bei Versuchen, bei denen Brustkrebszellen eingeführt wurden, konnten Modelle, die diesen Reproduktionszyklus durchlaufen hatten, das Tumorwachstum signifikant besser kontrollieren, doch dies war nur möglich, wenn die T-Zellen vorhanden waren.

Die Analyse von Daten aus einer Gruppe von über 1.000 Brustkrebspatientinnen ergab, dass stillende Frauen eine höhere Anzahl dieser schützenden Immunzellen in ihren Tumoren sowie bessere Überlebensraten nach der Brustkrebsdiagnose aufwiesen.

Frühere Annahmen, die darauf hindeuteten, dass hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft den Rückgang des Brustkrebsrisikos verursachen, werden durch diese Studie in Frage gestellt. Die Forscher betonen, dass immunologische Veränderungen im Brustgewebe entscheidend für den Schutz vor dieser Krankheit sein können.

Diese Erkenntnisse könnten neue Ansätze zur Prävention und Therapie von Brustkrebs hervorrufen. Brustkrebs ist die zweithäufigste Krebsdiagnose in Australien und die häufigste unter Frauen, wobei nach Angaben des Peter MacCallum Cancer Centers täglich zahlreiche neue Fälle diagnostiziert werden.

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