Wissenschaftler enthüllen genetische Innovation hinter der Ameisen-Evolution

Wissenschaftler der Global Ant Genomics Alliance haben kürzlich bedeutende Forschungsergebnisse veröffentlicht, die die genetischen Grundlagen der Evolution von Ameisen und ihrer sozialen Strukturen aufzeigen. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Cell veröffentlicht und untersucht die Gene von insgesamt 163 Ameisengenomen.
Ameisen, die trotz ihrer kleinen Größe bemerkenswerte organisatorische Fähigkeiten besitzen, können komplizierte Nester konstruieren und zeigen dabei eine effiziente Arbeitsteilung, ohne eine gemeinsame Sprache zur Kommunikation zu nutzen.
Das Forschungsteam analysierte umfassende Genomdaten, um den evolutionären Stammbaum der Ameisenfamilie Formicidae zu rekonstruieren. Dieser umfasst zwanzig Unterfamilien und hat auch einen großen Teil ihrer Varietäten berücksichtigt.
Die Ergebnisse der Studie bieten neue Einblicke in die phylogenetischen Beziehungen zwischen verschiedenen Ameisenarten und rekonstruieren den gemeinsamen Vorfahren der heutigen Ameisen, der bis in die späte Jurazeit zurückverfolgt werden kann.
Die Forscher entdeckten, dass sich Gene, die für die olfaktorische Wahrnehmung verantwortlich sind, im Genom des gemeinsamen Vorfahren signifikant erweitert haben. Dies lässt darauf schließen, dass diese Art bereits über wesentliche mechanische Mittel für soziale Kommunikation verfügte.
Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass verschiedene Ameisenarten ähnliche Mechanismen entwickelt haben, um die Aufteilung in Königin und Arbeiter zu regulieren, was ihre evolutionären Anpassungen an natürliche Selektion widerspiegelt.
Die Studie ist das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen führenden Wissenschaftlern aus verschiedenen Institutionen. Dazu gehören die Zhejiang-Universität, die Chinesische Akademie der Wissenschaften, die Universität Nanchang sowie BGI Research in China, und beteiligte zudem Forscher aus Dänemark und Deutschland.
(Cover: VCG)
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