Eisen-Genvarianten erhöhen Demenzrisiko bei Männern laut Studie

Veröffentlicht am Okt. 28, 2025.
Eisen-Genvarianten erhöhen Demenzrisiko bei Männern laut Studie

Eine neue australische Studie hat ergeben, dass Männer mit der H63D-Genvariante ein signifikant erhöhtes Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Die Forschung zeigt, dass Männer, die zwei Kopien dieser häufigen Genvariante tragen, mehr als doppelt so häufig betroffen sind. Im Gegensatz dazu scheinen Frauen, die dieselbe Variante besitzen, nicht von einem erhöhten Risiko betroffen zu sein.

Die Curtin University in Westaustralien hebt in einer Pressemitteilung hervor, dass diese Ergebnisse die Notwendigkeit unterstreichen, spezifischere Präventionsstrategien zur Bekämpfung von Demenz zu entwickeln, die besonders auf Männer abzielen.

Ein besseres Verständnis davon, warum die doppelte H63D-Variante das Demenzrisiko ausschließlich bei Männern erhöht, könnte innovative Ansätze für maßgeschneiderte Behandlungen und frühzeitige Interventionen ermöglichen.

Die Analyse stützt sich auf Daten von über 19.000 Teilnehmern der bedeutenden internationalen ASPREE-Studie, die sich mit gesundem Altern beschäftigt. Die Forscher konzentrierten sich speziell auf Variationen des Hämochromatosegens (HFE), das eine Rolle bei der Regulierung der Eisenwerte im Körper spielt.

Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung trägt eine einzelne Kopie der H63D-Variante, ohne gesundheitliche Auswirkungen zu spüren. Es wurde festgestellt, dass die doppelte Variante das Risiko für Demenz bei Männern signifikant erhöht, während sich bei Frauen kein ähnlicher Zusammenhang zeigt. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht.

Professor John Olynyk von der Curtin University betont, dass der Besitz einer einzigen Kopie dieser Genvariation keine unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen hat. Es ist jedoch bekannt, dass das Tragen von zwei Kopien das Demenzrisiko bei Männern mehr als verdoppelt.

Olynyk vermerkt, dass, obwohl die genetische Variante nicht verändert werden kann, die zugrunde liegenden Hirnmechanismen, die zu den durch die Demenz verursachten Schäden führen, möglicherweise behandelt werden könnten, sobald ein besseres Verständnis dieser Prozesse vorliegt.

Laut der Studie leben derzeit mehr als 400.000 Australier mit Demenz, und etwa ein Drittel dieser Betroffenen sind Männer. Diese Studie verdeutlicht die Herausforderungen und Chancen in der Demenzforschung und -prävention.

Die Zusammenarbeit dieser Studie erfolgte zwischen der Curtin University, der Monash University, der University of Melbourne und weiteren bedeutenden australischen Institutionen, wodurch eine umfassende Analyse und Erkenntnisse erzielt werden konnten.

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