Wissenschaftler erstellen erstmals Genealogie von Vulkaneis unter Antarktis

Veröffentlicht am März 19, 2026.
Wissenschaftler erstellen erstmals Genealogie von Vulkaneis unter Antarktis

Ein internationales Forschungsteam hat ein umfassendes Identitätsarchiv für 207 subglaziale Vulkane in der Antarktis erstellt. Dieser Fortschritt stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Polarerkundung dar und liefert wertvolle Daten für die globale Wissenschaftsgemeinschaft.

Die wegweisende Studie wurde vom Polarforschungsinstitut von China geleitet, wobei Fachleute von der Zhejiang-Universität und der Fudan-Universität in Ostchina sowie der Universität Exeter im Vereinigten Königreich mitwirkten.

Das Team hat vorhandene wissenschaftliche Daten zusammengetragen, um den ersten pan-antarktischen Referenzkatalog für subglaziale Vulkane zu schaffen. Dieser Katalog, genannt ANT-SGV-25, schließt eine bedeutende Forschungslücke hinsichtlich der Morphologie und Verbreitung dieser verborgenen geologischen Merkmale.

Der antarktische Eisschild hat eine durchschnittliche Dicke und weist an verschiedenen Punkten unterschiedliche Dicken auf. Die Vulkane unter dem Eisschild könnten eine Rolle bei den dynamischen Prozessen unter dem Eis spielen.

Die Forschung zeigt zunehmend, dass subglaziale Vulkane unter dem Eisschild die Topographie verändern und das Schmelzen des basal gelegenen Eises fördern können. Zudem regulieren sie die subglaziale hydrologische Aktivität, was letztlich die Stabilität des Eisschildes beeinflusst.

Historisch gesehen war ein systematisches Verständnis dieser Vulkane durch Schwierigkeiten bei der Beobachtung und die Datenauflösung begrenzt, doch das neu erstellte Archiv bietet nun ein detailliertes, multidimensionales Parametersystem.

Durch die Integration von Daten und den Einsatz von Computer Vision-Technologie haben die Forscher präzise morphologische Merkmale extrahiert und ein quantitatives Indizesystem zur Klassifizierung der Vulkane geschaffen, das wichtige Merkmale wie Größe und Form berücksichtigt.

Die Forschung ergab, dass die Vulkane ungleichmäßig verteilt sind, wobei die Mehrheit im Westantarktischen Grabenbruchsystem lokalisiert ist. Diese Verteilung steht in direktem Zusammenhang mit geothermischem Wärmefluss.

Zusätzlich zeigen die Analysen eine erhebliche Variabilität in der Größe der Vulkane, von der Höhe bis zum Volumen sowie der Breite, was ein tieferes Verständnis der geologischen Prozesse ermöglicht.

Die Ergebnisse dieser bedeutenden Forschung wurden in der internationalen Fachzeitschrift Earth-Science Reviews veröffentlicht, was ihre Relevanz und Reichweite in der wissenschaftlichen Gemeinschaft unterstreicht.

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