Chinesische EV-Batteriegiganten wehren sich gegen Vorwürfe von Zwangsarbeit

Die führenden chinesischen Elektrofahrzeugbatteriehersteller CATL und Gotion High-Tech haben die von US-Gesetzgebern erhobenen Vorwürfe der Zwangsarbeit in ihren Lieferketten entschieden zurückgewiesen. Die Unternehmen betonen ihr Engagement für ethisches Handeln und die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften.
Eine Gruppe republikanischer Abgeordneter in den USA hat gefordert, dass sowohl CATL als auch Gotion High-Tech auf die sogenannte "Entity List" gesetzt werden, die im Rahmen des Uyghur Forced Labor Prevention Act (UFLPA) erstellt wurde. Dies geschieht aufgrund der Behauptungen, dass ihre Lieferketten Zwangsarbeit involvieren.
In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung wies CATL die Vorwürfe als unbegründet und völlig falsch zurück. Das Unternehmen erklärte, es halte sich strikt an alle geltenden Gesetze und habe Geschäftsbeziehungen zu einigen der in dem Anschreiben genannten Lieferanten bereits beendet.
Zudem äußerte Gotion High-Tech, dass die Vorwürfe, das Unternehmen praktiziere oder sei mit Zwangsarbeit verbunden, unbegründet seien. Das Unternehmen betonte, es habe stets die Werte des Schutzes von Menschen- und Arbeitnehmerrechten hochgehalten und seine Partner auf Basis strenger Prüfstandards ausgewählt.
Die chinesischen Behörden haben die Vorwürfe der Zwangsarbeit, insbesondere in Xinjiang, als unwahr bezeichnet und argumentiert, dass diese Behauptungen zur Schädigung des Images Chinas dienen. Sie weisen darauf hin, dass die Rechte und Interessen aller ethnischen Gruppen in der Region geschützt werden.
Seit der Einführung des UFLPA im Dezember des vergangenen Jahres sind bereits 65 chinesische Unternehmen in verschiedene Sanktionslisten aufgenommen worden. Diese Sanktionsmaßnahmen betreffen Branchen wie Textilien, Landwirtschaft, Chemikalien und Elektrotechnik.
Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums bezeichnete das UFLPA als eines der gravierendsten Gesetze gegen Menschenrechte im 21. Jahrhundert. Er wies darauf hin, dass dieses Gesetz nicht nur illegale Sanktionen gegen chinesische Unternehmen vorsieht, sondern auch internationale Unternehmen unter Druck setze, sich den US-Bemühungen zur Eindämmung Chinas anzuschließen.
Laut neuesten Analysen von SNE Research bleibt CATL weiterhin der größte Batteriehersteller weltweit mit einem Marktanteil von über 37 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres. Gotion High-Tech, das teilweise im Besitz von Volkswagen ist, nimmt global den neunten Platz ein.
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