Künstler verwandeln Klimadaten in Emotionen beim Sommer-Davos

Veröffentlicht am Okt. 08, 2025.
Künstler verwandeln Klimadaten in Emotionen beim Sommer-Davos

Thijs Biersteker, ein niederländischer ökologischer Künstler, hat sich darauf spezialisiert, bedeutende Umweltdaten in fesselnde Kunstwerke zu verwandeln. Sein neuestes Werk, "Fungal Faculty", wird während des 16. Jahresmeetings der neuen Champions 2025 des Weltwirtschaftsforums zu sehen sein, das allgemein als Sommer-Davos-Forum bekannt ist und vom 24. bis 26. Juni in der nordchinesischen Gemeinde Tianjin stattfindet.

Biersteker widmet sich der Herausforderung, komplexe wissenschaftliche Informationen für die Öffentlichkeit emotional greifbar zu machen. In einem Interview äußerte er sich zu den zahlreichen Daten, die mittlerweile über den Zustand der Umwelt zur Verfügung stehen, und kritisierte, dass viele Menschen die Bedeutung dieser Daten nicht verstehen.

Er erklärte: "Das Wichtigste, was es gerade auf der Welt gibt, ist, dass es viele Daten darüber gibt, wie es der Umwelt geht. Es gibt viele Lösungen, aber die Menschen verstehen nicht, was passiert und was die Daten bedeuten. Was ich tue, ist, die Daten zum Leben zu erwecken in diesen Skulpturen, die den Menschen ermöglichen, die Daten zu spüren."

Bei der diesjährigen Sommer-Davos-Konferenz liegt der Fokus auf grüner Entwicklung und einer nachhaltigen Zukunft, Themen, die eng mit der künstlerischen Vision von Biersteker verbunden sind. "Ich denke, es ist unsere Aufgabe als Künstler, eine Bewegung zu schaffen, den Menschen zu helfen, zu verstehen, was mit unserem Planeten geschieht," bemerkte er.

Biersteker hat bereits mit globalen Organisationen wie der UNESCO und der WHO zusammengearbeitet und ist der Überzeugung, dass die Kunst eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Klimawandelthemen spielen kann. "Wir leben nicht in einer von Wissenschaft geleiteten Gesellschaft, sondern in einer von Emotionen geleiteten Gesellschaft... die Kombination von Fakten und Emotionen ist entscheidend, um die dringend benötigten Klimaschutzmaßnahmen zu fördern."

Die Integration von Technologie und Kunst ist für Biersteker ein zentrales Thema. In seinem Werk "Fungal Faculty" geht es auch um die Frage, inwieweit wir die Kontrolle über künstliche Intelligenz behalten oder ob sie uns zunehmend dominiert.

Er beschreibt Technologie als ein Werkzeug, um klar zu kommunizieren, warnt jedoch davor, diesen Fortschritt nicht aus Bequemlichkeit zu missbrauchen. "KI wird die Kreativität der Menschheit schnell vorantreiben," fügte er hinzu.

Angesprochen auf Chinas Übergang zu nachhaltiger Energie und Landwirtschaft, äußerte Biersteker seine Bewunderung und bezeichnete die Herausforderungen, relevante Themen zum Leben zu erwecken, als spannend.

Er betonte die Notwendigkeit von internationaler Zusammenarbeit: "China und die Niederlande konzentrieren sich beide auf nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Werke zu schaffen, die die Vorstellungskraft anregen und die Fragilität oder Hilfsbereitschaft unseres Planeten zeigen, wäre eine aufregende Herausforderung."

Durch narratives Erzählen, das auf Daten und Technologie basiert, möchte Biersteker den Klimawandel nicht nur erklärbar, sondern auch emotional erfahrbar machen. Seine Kunst hat das Potenzial, in der Öffentlichkeit ein tiefes Bewusstsein für ökologische Fragestellungen zu schaffen.

(Coverbild von Du Chenxin)

KLIMAWANDELKUNST UND UMWELT

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