Weltgesundheitsversammlung beschließt globales Pandemie-Abkommen

Veröffentlicht am Okt. 03, 2025.
Weltgesundheitsversammlung beschließt globales Pandemie-Abkommen

Die Weltgesundheitsversammlung (WHA) hat am Dienstag ein bedeutendes globales Abkommen zur Reform der Pandemie-Bewältigung verabschiedet. Dieses Abkommen zielt darauf ab, die Systematik der Überwachung, Prävention und Reaktion auf Pandemien grundlegend zu reformieren und die internationalen Mechanismen zu stärken.

Das sogenannte "Pandemie-Abkommen" sieht die Schaffung neuer Plattformen vor, die auf die Verbesserung der Forschung sowie den gerechten Austausch von pandemiebezogenen Produkten abzielen. Ein zentraler Aspekt ist die Anpassung der Produktions- und Verteilungsordnung solcher Produkte, um das globale Gesundheitssystem zu optimieren.

Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess war die Annahme einer Resolution durch die Mitgliedstaaten der WHO im Ausschuss A der Versammlung. Diese Resolution fordert die Umsetzung des Abkommens und skizziert mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der globalen Vorbereitung auf zukünftige Gesundheitskrisen.

Das Abkommen beinhaltet zudem den Start eines Verhandlungsprozesses zur Schaffung eines Anhangs, der ein System für den Zugang zu Pathogenen sowie die damit verbundenen Nutzenregeln etablieren soll. Dieses System soll durch eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden, deren Ergebnisse in der nächsten WHA berücksichtigt werden.

Sobald die Versammlung den Anhang angenommen hat, wird das Pandemie-Abkommen zur Unterzeichnung und zur Prüfung auf Ratifizierung durch die nationalen Legislativorgane bereitgestellt. Dies wird die rechtlichen Grundlagen des Abkommens festigen und die internationale Zusammenarbeit stärken.

Die Delegation Chinas hat nach der Annahme des Abkommens betont, dass sie aktiv am Verhandlungsprozess teilgenommen hat. China hat dabei eine klare Vision verfolgt, die eine globale Gesundheitsgemeinschaft für alle fördert und den Multilateralismus unterstützt.

Darüber hinaus hat China zusammen mit anderen Ländern, wie Brasilien und Indonesien, den legitimen Bedenken der Entwicklungsländer Rechnung getragen und sich für gerechte Zugangsbedingungen zu Gesundheitsprodukten eingesetzt.

Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, betonte die Bedeutung des Pandemie-Abkommens, das als eines der größten Errungenschaften der WHO in der Geschichte betrachtet werden kann. Er hob hervor, dass das Abkommen die Menschheit besser positioniert, um auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein.

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