Ursprung ostasiatischer Rinder verdeutlicht den Austausch alter Zivilisationen

Veröffentlicht am Feb. 17, 2026.
Ursprung ostasiatischer Rinder verdeutlicht den Austausch alter Zivilisationen

Forschungen zeigen, dass Hausrinder in Ostasien aus mehreren Quellen stammen und frühe Seidenstraßen-Austauschbeziehungen betonen.

Ein Team von Wissenschaftlern hat eine umfassende genetische Karte erstellt, die die Herkunft und Migration von Hausrindern in Ostasien nachzeichnet und dabei Beweise für die frühen Austauschbeziehungen zwischen alten Zivilisationen entlang der berühmten Seidenstraße liefert.

Die Ergebnisse dieser Forschung, die von Professor Cai Dawei von der Jilin-Universität und Kollegen der Seoul National University sowie zahlreichen archäologischen Instituten in China durchgeführt wurden, erschienen am Freitag in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Im Rahmen der Studie analysierte das Team eine Vielzahl antiker Rindproben, die über einen Zeitraum von fast zehntausend Jahren von verschiedenen archäologischen Fundstätten in ganz China gesammelt wurden. Diese Arbeit führte zur Erstellung eines der umfangreichsten und vollständigsten Zeitreihen-Genomdatensätze antiker Rinder aus der Region.

Die Untersuchung ergeben hat, dass die Ursprünge der Hausrinder in Ostasien nicht auf ein einzelnes Herkunftsgebiet zurückzuführen sind. Vielmehr entstand die Rinderpopulation durch einen schrittweisen Prozess, geprägt von wiederholten externen Einführungen und einer umfassenden genetischen Integration mit lokalen Tierpopulationen.

Cai erläuterte, dass Rinder eine zentrale Rolle in den agrarischen und nomadischen Gesellschaften Ostasiens gespielt haben. Er betonte zudem, dass genomische Studien an anderen Orten eine komplexe evolutionäre Geschichte offenbaren, die von mehreren Wanderungsereignissen und umfangreicher genetischer Vermischung geprägt ist.

Bereits vor mehreren Tausend Jahren, während der späten Jungsteinzeit, hatten bestimmte Rinderrassen das Gebiet des Gelben Flusses, dem Kern der frühen chinesischen Zivilisation, erreicht. Dort fanden Kreuzungen mit einheimischen wilden Auerochsen statt, was zur Bildung der ersten domestizierten Rinderpopulationen führte, die markante regionale Merkmale aufwiesen.

In der Region Xinjiang trugen die frühen Rinder jedoch genetische Einflüsse von westlichen Taurinen sowie südasiatischen Indicanen. Dies deutet auf mehrere Einführungswellen nach Ostasien hin, die die genetische Vielfalt der Rinderpopulationen prägten.

Die genetischen Merkmale breiteten sich laut den Forschern allmählich in östlicher Richtung über das Einzugsgebiet des Gelben Flusses aus, was die genetische Struktur der Rinder in Nordchina vom Bronzezeitalter bis zum Eisenzeitalter nachhaltig beeinflusste.

Cai betonte, dass die in der Studie dokumentierte evolutionäre Geschichte nicht nur zur Verbreitung von Rindern über Ostasien beiträgt, sondern auch die jahrhundertealten Netzwerke kultureller Interaktionen zwischen dem östlichen und westlichen Eurasien widerspiegelt, und bietet neue Einblicke in die frühen menschlichen Migrationen, Technologietransfer und Austauschbeziehungen zwischen Zivilisationen.

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