Seltene Erden in Pflanzen entdeckt durch Biomineralisierung

Veröffentlicht am Feb. 08, 2026.
Seltene Erden in Pflanzen entdeckt durch Biomineralisierung

Wissenschaftler des Guangzhou Instituts haben herausgefunden, dass der Farn Blechnum orientale in der Lage ist, seltene Erden anzureichern und umweltfreundlich zu nutzen. Diese Entdeckung wurde in einem kürzlich veröffentlichten Forschungsartikel in der Zeitschrift Environmental Science & Technology dokumentiert.

Seltene Erden sind essentielle Metalle für die Entwicklung nachhaltiger Energien und High-Tech-Anwendungen. Dennoch steht die Verfügbarkeit dieser Ressourcen sowohl vor ökologischen als auch geopolitischen Herausforderungen, die eine nachhaltige Nutzung erschweren.

Bisher wurde weitgehend angenommen, dass nur Mikroben und Tiere Mineralien in ihren Körpern bilden können. Die Rolle der Biomineralisierung bei Pflanzen hingegen wurde lange Zeit unterschätzt.

In der aktuellen Studie beobachteten die Forscher des Guangzhou Instituts für Geochemie, dass im Gewebe des Farns Blechnum orientale die aus dem Boden aufgenommenen seltenen Erden als Nanopartikel ausfallen und zu dem Mineral Monazit-(La) kristallisieren.

Monazit ist ein wichtiges Selten-Erde-Mineral, das durch geologische Prozesse entsteht. Allerdings wird natürlich vorkommender Monazit oft von radioaktiven Elementen wie Uran und Thorium begleitet, was die Extraktion und Anwendbarkeit erschwert.

Im Gegensatz dazu ist das von Blechnum orientale unter natürlichen Bedingungen erzeugte "biologische Monazit" rein und nicht radioaktiv. Diese Eigenschaften machen es zu einer vielversprechenden Option für umweltfreundliches Mining von Seltenerdmetallen.

Diese neue Erkenntnis verändert das bisherige Verständnis bezüglich der Bildung seltener Erden-Minerale und untermauert die Durchführbarkeit des Phytomining. Sie stellt einen innovativen, pflanzenbasierten Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung der Seltenerdressourcen dar.

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