Chinas Weg zur psychischen Gesundheit: Tradition trifft Innovation

Veröffentlicht am Feb. 02, 2026.
Chinas Weg zur psychischen Gesundheit: Tradition trifft Innovation

China kombiniert auf innovative Weise traditionelle Praktiken mit modernen Entwicklungen im Bereich der psychischen Gesundheit und stellt damit neue globale Standards auf. In diesem Kontext beleuchten Professor Zhao Min, Präsident des Shanghai Mental Health Center, und Zhang Qing, außerordentlicher Forschungsmitarbeiter am selben Institut, die Fortschritte des Landes in der psychischen Gesundheitsversorgung, indem sie traditionelle Weisheiten mit modernen Ansätzen und Technologien verbinden.

Psychische Gesundheitsprobleme sind weltweit verbreitet, mit über einer Milliarde Menschen, die laut dem WHO Mental Health Atlas an verschiedenen psychischen Erkrankungen leiden. Die Herausforderungen in der psychischen Gesundheitsversorgung sind oft durch zahlreiche soziale, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren geprägt, und in China werden große Anstrengungen unternommen, um diesen Problemen gerecht zu werden.

Die effektivste Behandlung psychischer Erkrankungen ist oft stark von der lokalen Kultur geprägt. In China wird der Ansatz, traditionelle Praktiken wie Akupunktur sowie Kräutertherapie in die moderne psychiatrische Betreuung zu integrieren, immer beliebter. Diese nationale Praxis, bekannt als integrative chinesische und westliche Medizin, hat sich als wirksam erwiesen, um emotionale Probleme zu regulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der psychischen Gesundheitsversorgung in China ist die starke soziale Struktur, die auf zwischenmenschlichen Beziehungen basiert. Individuen werden innerhalb eines umfassenden Netzwerks von Familien und Gemeinschaften betrachtet, was eine zusätzliche Unterstützung für die psychische Gesundheit bedeutet. Zum Beispiel können psychotherapeutische Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie durch die Einbeziehung der Familie in die Behandlung verbessert werden, um stärkere Unterstützungsnetzwerke zu schaffen.

Neben der Integration traditioneller Ansätze nutzt China auch technologische Innovationen, um den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung zu erweitern und die Behandlung zu verbessern. Forschungsprojekte konzentrieren sich auf die Entwicklung von KI-gesteuerten Diagnosetools für Depressionen, während Online-Plattformen die Früherkennung und Behandlung psychischer Gesundheitsprobleme unterstützen.

Darüber hinaus werden in klinischen Einrichtungen neue Interventionen getestet, wie etwa spezialisierte Kliniken für Gehirn-Computer-Schnittstellen und Neuromodulation, die innovative Behandlungsansätze für Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen bieten.

Internationale Zusammenarbeit spielt eine bedeutende Rolle in Chinas Ansatz zur psychischen Gesundheit. Chinesische Fachleute engagieren sich in der strategischen Zusammenarbeit mit der WHO und sind aktiv an der Gestaltung internationaler Standards beteiligt. Diese internationalen Beziehungen fördern den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren, was den Fortschritt in der psychischen Gesundheitsversorgung weiter voranbringt.

Durch den strategischen Fokus auf präventive Maßnahmen und gezielte Interventionen für schutzbedürftige Gruppen wie Kinder, Jugendliche und ältere Menschen plant die Nationale Gesundheitskommission von China, in den kommenden Jahren bedeutende Fortschritte in der psychischen Gesundheitsversorgung zu erzielen.

Darüber hinaus wird auch an einem Kulturwandel gearbeitet, um das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schärfen und Stigmatisierung abzubauen. Durch Bildungsinitiativen, öffentliche Kampagnen und Gemeinschaftsprojekte wird die Gesellschaft in die Bemühungen eingebunden, ein unterstützendes und offenes Umfeld für psychische Gesundheit zu schaffen.

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