KI unterstützt Ärzte weltweit bei der Erkennung von Brustkrebs in Scans

Veröffentlicht am Feb. 01, 2026.
KI unterstützt Ärzte weltweit bei der Erkennung von Brustkrebs in Scans

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine zunehmend bedeutende Rolle in der Gesundheitsversorgung, insbesondere bei der frühen Erkennung von Brustkrebs. Eine neue, richtungsweisende Studie aus Schweden belegt, dass KI in der Lage ist, die Brustkrebsdiagnose durch die Analyse von medizinischen Scans erheblich zu verbessern.

Laut der Studie, die am Freitag veröffentlicht wurde, gab es einen Anstieg der Erkennungsrate von Brustkrebs um neun Prozent, während die Rate der Intervallkrebserkrankungen, die zwischen Routine-Untersuchungen diagnostiziert werden, um zwölf Prozent gesenkt werden konnte. Diese Ergebnisse bekräftigen die Notwendigkeit, KI-gestützte Programme in den Screening-Prozess zu integrieren.

Die Untersuchung, die im renommierten Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde, gilt als erste vollständige randomisierte kontrollierte Studie, welche die Wirksamkeit von KI in der Brustkrebserkennung untersucht. An dieser Studie nahmen mehr als hunderttausend Frauen aus Schweden teil, die routinemäßige Brustuntersuchungen in den Jahren 2021 und 2022 erhielten.

Die Frauen wurden in zwei Gruppen eingeteilt: In einer Gruppe unterstützte ein KI-System einen einzelnen Radiologen bei der Analyse der Scans, während die andere Gruppe der herkömmlichen Methode folgte, bei der zwei Radiologen die Scans auswerteten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit KI-Unterstützung signifikant mehr Krebserkrankungen entdeckte.

Ein weiterer positiver Aspekt der Studie war die niedrigere Rate an Intervallkrebsfällen in der KI-Gruppe über die folgenden zwei Jahre. Diese Ergebnisse waren umfassend und trafen sowohl auf unterschiedliche Altersgruppen als auch auf verschiedene Dichten des Brustgewebes zu, die relevante Risikofaktoren darstellen könnten.

Kristina Lang, die leitende Autorin der Studie von der Lund-Universität, betonte die Bedeutung einer umfassenden Implementierung von KI in den Mammographie-Programmen. Dies könnte nicht nur die Arbeitsbelastung der Radiologen verringern, sondern auch dazu beitragen, mehr Fälle in frühen Stadien zu erkennen.

Sie warnte jedoch, dass eine sorgfältige Einführung der Technologie notwendig sei, wobei eine kontinuierliche Überwachung unerlässlich ist, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Jean-Philippe Masson, der Leiter der Französischen Nationalen Föderation der Radiologen, wies darauf hin, dass die geschulte Wahrnehmung und Erfahrung der Radiologen unverzichtbar ist, um die Diagnosen, die von der KI vorgenommen werden, zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Er wies darauf hin, dass KI gelegentlich Veränderungen im Brustgewebe falsch als Krebs identifizieren kann, was die Notwendigkeit eines gründlichen Prüfungsprozesses unterstreicht.

Stephen Duffy, ein emeritierter Professor für Krebsfrüherkennung, kommentierte die Studie und erklärte, dass sie weitere Beweise für die Sicherheit der KI-gestützten Krebsfrüherkennung liefere, jedoch auch anmerkte, dass die Verringerung der Intervallkrebsfälle nicht als signifikant betrachtet werden sollte.

Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest, dass im Jahr 2022 weltweit mehr als zwei Millionen Frauen mit Brustkrebs diagnostiziert wurden und viele an der Krankheit starben, was die Dringlichkeit effektiver Screening-Methoden verdeutlicht.

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