Eisbrecher Xuelong erforscht Tiefsee bei Chinas 42. Antarktis-Expedition

Der chinesische Forschungseisbrecher Xuelong, auch bekannt als Schneedrache, startete am 24. Januar seine 42. Antarktis-Expedition und machte sich auf den Weg zum Amundsenmeer. Während der geplanten 18-tägigen Mission wird das Schiff an mehr als 20 verschiedenen Stationen wissenschaftliche Untersuchungen durchführen.
Um ein Uhr morgens erreichte der Xuelong seine erste ozeanographische Station im Amundsenmeer, wo die Besatzungsmitglieder umgehend mit dem Absenken eines Messgeräts zur Erfassung von Leitfähigkeit, Temperatur und Tiefe (CTD) begannen. Diese Daten sind entscheidend für das Verständnis der Salinität und Temperatur des Meerwassers in unterschiedlichen Tiefen.
Diese erste Station ist mit einer Tiefe von über 4.000 Metern die tiefste unter all den angefahrenen Stationen und stellt eine Herausforderung für die Forscher dar. Das Herablassen der Ausrüstung von der Meeresoberfläche bis zum Grund benötigt bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 60 Metern pro Minute bereits mehr als eine Stunde.
Nachdem die CTD-Ausrüstung ihre Probenahme abgeschlossen hatte, hob das Forschungsteam die gesamte Apparatur zurück in den Probenraum. Nun galt es, mit höchster Effizienz die Wasserproben entsprechend den spezifischen Tiefen der Entnahme zu verarbeiten und diese sofort ins Labor zur Analyse zu transportieren.
Ein Mitglied des Ozean-Teams, Qin Jie, erläuterte die Relevanz der Proben: „Wir entnehmen Proben aus jeder Schicht des Meeres. Der pH-Wert ist ein entscheidender Indikator für die Säure des Meerwassers und spielt eine zentrale Rolle im Studium der Ozeanversauerung.“
Lan Kexin, ein weiteres Teammitglied, konzentriert sich auf die Untersuchung von Treibhausgasen im Meerwasser, was ebenfalls Proben aus allen Wasserschichten erfordert. In diesem Zusammenhang ist die Forschung von entscheidender Bedeutung, um die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen.
Ein drittes Teammitglied, Han Zheyi, widmet sich der Erforschung des Mikroplanktons im Wasser, wobei insbesondere deren Häufigkeit und Artenvielfalt im Fokus steht. Diese Untersuchungen erfordern eine vielfältige Probenentnahme, um robuste wissenschaftliche Ergebnisse zu erzielen.
Nach der erfolgreichen Probenahme setzte das Team sofort eine Reihe weiterer Aufgaben in Gang, darunter die Durchführung biologischer vertikaler Schleppruten, die Krill-Schleppfischerei und die Entnahme von Gravitionskernen. Diese vielfältigen Aktivitäten zielen darauf ab, umfassende Daten über das marine Ökosystem zu erhalten.
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