China fördert Niedrigluftwirtschaft - Kann sie international Erfolg haben?

Veröffentlicht am Jan. 29, 2026.
China fördert Niedrigluftwirtschaft - Kann sie international Erfolg haben?

China intensiviert seinen Vorstoß in die Niedrigluftwirtschaft, eine zunehmend strategische Industrie, die sich auf Drohnen, elektrisch vertikal startende und landende Flugzeuge, auch bekannt als eVTOLs, sowie intelligente Luftfahrtinfrastruktur konzentriert. Diese Branche wurde in verschiedene nationale und regionale Entwicklungspläne integriert und könnte in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu einem milliardenschweren Markt anwachsen.

Inländische Unternehmen sehen sich jedoch weiterhin erheblichen Herausforderungen gegenüber, während sie versuchen, ihre Technologien auf den globalen Markt zu bringen. Der Begriff "Niedrigluftwirtschaft", der offiziell im Jahr 2023 in Chinas politischen Diskurs eingeführt wurde, bezieht sich auf wirtschaftliche Aktivitäten, die unterhalb von dreitausend Metern stattfinden. Dazu zählen unter anderem die Luftlogistik, die Notfallreaktion, Passagierdienste mit eVTOLs sowie industrielle Inspektionen.

Die zweite Ausgabe der AERO Asia fand Ende November im Zhuhai International Airshow Center in der südchinesischen Provinz Guangdong statt, wo Vertragsunterzeichnungen im Wert von über sieben Milliarden Yuan sowie der Verkauf einer beachtlichen Anzahl von Flugzeugen in verschiedenen Kategorien verzeichnet wurden.

Die internationale Vertretung auf der Messe hat ebenfalls zugenommen. Über dreihundertachtzig Unternehmen aus zweiundzwanzig Ländern präsentierten innovative Technologien aus den Bereichen Allgemeine Luftfahrt, eVTOL-Flugzeuge, Drohnen und neuartige Anwendungen in der Niedrigluftwirtschaft. Eine thematische Konferenz zu diesem Themenbereich zog mehr als dreihundert offizielle Vertreter, Experten und Führungskräfte aus verschiedenen Ländern an.

Auf der Messe feierten mehrere neue eVTOL-Modelle ihr öffentliches Debüt. Die Zero Gravity Aircraft Industry aus Anhui stellte ihr sechssitziges Tilt-Wing-eVTOL-Modell ZG-T6 vor, welches für den Geschäftstransport, die Notfallrettung und die schwere Logistik konzipiert ist. Auch AEROFUGIA, die eVTOL-Marke des Automobilherstellers Geely, präsentierte ihr serienmäßig produziertes Modell AE200, das auf städtische Mobilität ausgerichtet ist.

Das Unternehmen hat bereits seine Fertigungsstätte für eVTOLs in Chengdu in Betrieb genommen und plant, im Jahr 2026 mit der Pilotproduktion zu beginnen und zwischen 2026 und 2027 die Lufttüchtigkeitszertifizierung abzuschließen. Chinas enge Industriestrukturen und starke Lieferketten in der Luftfahrt- und Elektronikbranche führen dazu, dass mehrere Automobilhersteller aktiv in den eVTOL-Sektor investieren.

Ein Beispiel dafür ist die Geely Group, die ein integriertes Mobilitäts-Ökosystem schaffen möchte, welches eVTOL-Flugzeuge mit Bodenfahrzeugen und Satellitennetzwerken verbindet. Ein weiteres Unternehmen, XPENG AEROHT, das Tochterunternehmen von XPENG, hat die Testproduktion seines modularen "Land Aircraft Carrier" in einer neuen Fabrik in Guangzhou gestartet und plant die Serienproduktion in naher Zukunft.

EHang, einer der führenden eVTOL-Anbieter, hat sich als das erste Unternehmen weltweit etabliert, das alle erforderlichen Genehmigungen für ein unbemanntes, Passagiere transportierendes eVTOL erhalten hat. Seit 2023 hat das Modell EH216-S mehrere wichtige Zulassungen erhalten, was dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bei der Markteinführung verschafft.

Während Chinas eVTOL-Unternehmen zunehmend internationales Interesse wecken, bleibt die Lufttüchtigkeitszertifizierung das größte Hindernis für eine weltweite Expansion. Um die internationalen Standards zu erfüllen, müssen diese Unternehmen nicht nur national gültige Zertifizierungen erlangen, sondern auch Annerkennungen in anderen Ländern, was einen zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet.

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