Mond Europa von Jupiter könnte entscheidende Zutaten für Leben fehlen

Neue Forschung wirft ernsthafte Fragen über die potenzielle Bewohnbarkeit des Jupitermondes Europa auf, der als ein vielversprechender Kandidat für die Suche nach Leben jenseits der Erde gilt. Man geht davon aus, dass sich unter der dicken Eisschicht Europas ein großer unterirdischer Ozean verbirgt, der die nötigen Elemente für das Leben bereitstellen könnte.
In einer aktuellen Studie wurde das Potenzial des Ozeanbodens von Europa hinsichtlich tektonischer und vulkanischer Aktivitäten analysiert, die auf der Erde entscheidend für die chemischen Reaktionen sind, die essentielle Nährstoffe für das Leben erzeugen. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass der felsige Meeresboden wahrscheinlich zu stabil ist, um solche dynamischen Prozesse zu ermöglichen.
Die Forschungsteam berücksichtigte Faktoren wie die Größe Europas, die Zusammensetzung seines felsigen Kerns und die gravitativen Einflüsse des Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Ihre Einschätzungen deuten darauf hin, dass es am Meeresboden von Europa kaum aktive geologische Prozesse gibt, was die Wahrscheinlichkeit eines Lebens stark verringert.
Paul Byrne, ein Planetenwissenschaftler von der Washington University in St. Louis und Hauptautor der Studie, erklärte, dass die tektonische Aktivität auf der Erde durch Brüche und Verwerfungen frisches Gestein der Umwelt aussetzt. Diese Zufuhr ist entscheidend für chemische Reaktionen, die mikrobielle Lebensformen unterstützen könnten.
Ohne eine solche dynamischen Aktivität wird es erheblich schwieriger, die chemischen Bedingungen zu erzeugen, die für das Leben notwendig sind. Europa, mit einer Eisschicht von einer bemerkenswerten Dicke, könnte somit ein unfreundliches Umfeld für jegliche Lebensform darstellen.
Der Durchmesser von Europa beträgt ungefähr drei Tausend Kilometer, was ihn etwas kleiner macht als unseren Mond. Man schätzt, dass sich sein Ozean unter der Eisschicht in einer Tiefe von bis zu einhundertfünfzig Kilometer erstrecken könnte.
Während Europa über die notwendigen Elemente für Leben verfügt - dazu gehören Flüssigwasser sowie organische Chemikalien und Energie in Form von Gezeitenwärme - könnte es mangels aktiver geologischer Prozesse an entscheidenden Bedingungen fehlen, die für die Entstehung oder Unterstützung von Leben wichtig sind.
Die NASA plant im Jahr zweitausendvierundzwanzig die robotische Europa Clipper-Mission, die darauf abzielt zu untersuchen, ob Europa dennoch die passenden Bedingungen für Leben bietet. Diese Mission soll ab zweitausendeinunddreißig mehrere enge Vorbeiflüge durchführen.
Obwohl das Leben auf der Erde sich vermutlich rund um hot spots am Meeresboden entwickelt hat, könnte Europa sich von diesen geologischen Merkmalen unterscheiden.
Christian Klimczak, ein Geologe der Universität Georgia und Mitautor der Studie, hob hervor, dass der Meeresboden von Europa wahrscheinlich keine ausgeprägten tektonischen Strukturen aufweist, was die Existenz von hydrothermalen Aktivitäten erschweren könnte. Dennoch bleibt Europa ein interessantes Ziel für zukünftige Forschung.
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