China plant Mice-Experimente im Weltraumlabor für Forschung

Veröffentlicht am Jan. 18, 2026.
China plant Mice-Experimente im Weltraumlabor für Forschung

China plant, an Bord der Shenzhou-21 Mission erste Experimente im Weltraum mit Mäusen durchzuführen, um die Auswirkungen von Mikrogravitation auf das Verhalten und die Gesundheit dieser Tiere zu untersuchen. Diese Experimente sind Teil der Bemühungen der China Manned Space Agency (CMSA) und finden während des Aufenthalts der Besatzung auf der chinesischen Raumstation statt.

Laut einem Sprecher der CMSA werden vier Mäuse, bestehend aus zwei Männchen und zwei Weibchen, zur Raumstation transportiert und dort in der Schwerelosigkeit aufgezogen. Dies wird als Chinas erste wissenschaftliche Experimentierung mit Nagetieren im Weltraum angesehen, wobei die Forschung sich auf die Auswirkungen von Weltraumbedingungen auf das Verhalten der Tiere konzentrieren wird.

Die Rückkehr der Mäuse zur Erde ist ebenfalls geplant, um eine detaillierte Untersuchung ihrer Stressreaktionen und adaptiven Veränderungen in Bezug auf verschiedene Gewebe und Organe in der Raumumgebung durchzuführen. Li Tianda, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, erklärte, dass das Hauptziel dieser Forschung darin besteht, herauszufinden, wie die Umwelt im Weltraum die Langzeit-Raumfahrt für Menschen beeinflusst.

Mäuse sind aufgrund ihrer genetischen Ähnlichkeit von etwa 95 Prozent zu Menschen ausgezeichnete Modellorganismen für diese Studien. Liu Fangwu, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Shanghai Institute of Technical Physics der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, erläuterte zudem das komplexe Lebenserhaltungssystem, das den Mäusen während ihrer Zeit im All geboten wird.

Das System für die Aufzucht der Mäuse, das mit Tianzhou-9 zur Raumstation geschickt wurde, gewährleistet die Gasreinigung, Sauerstoffversorgung und Überwachung im Orbit. Zudem wird das spezielle Gerät, das mit der Shenzhou-21 Mission reist, die notwendige Nahrung, Wasser, Beleuchtung, Bildgebung und Abfallentsorgung für die Tiere bereitstellen.

Eine der Herausforderungen im Zusammenhang mit den Experimenten ist das Abfallmanagement in der Mikrogravitation. Liu beschrieb, dass ein automatisiertes Abfallsammelsystem entwickelt wurde, um in der Schwerelosigkeit die Ausscheidungen der Mäuse zu kontrollieren, indem ein gezielter Luftstrom verwendet wird, um Abfall in ein vorgesehenes Modul zu befördern.

Neben den Experimenten mit Mäusen wird die Shenzhou-21 Mission auch hochmoderne Forschungsprojekte durchführen, darunter Studien zur Aminosäure-Homochiralität. Wu Yile vom Institut für Arzneimittelentdeckungstechnologie der Universität Ningbo erklärte, dass das Leben auf der Erde sich über Milliarden von Jahren hinweg für linkshändige Aminosäuren als Basis für den Aufbau von Proteinen entschieden hat.

Die Forscher beabsichtigen herauszufinden, ob diese Präferenz mit den Gravitationsbedingungen auf der Erde in Zusammenhang steht. Wu hob hervor, dass die echte Mikrogravitation der Raumstation ideale Forschungsbedingungen für diese Studien bietet.

Insgesamt wird die Besatzung der Shenzhou-21 während ihres Aufenthalts im Orbit 27 neue wissenschaftliche und anwendungsorientierte Forschungsprojekte durchfüren. Diese Projekte sollen aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen in verschiedenen Bereichen wie Weltraumlebenswissenschaften, Biotechnologie, Luft- und Raumfahrtmedizin, Materialwissenschaften und neuer Weltraumtechnologien adressieren.

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