Studie enthüllt Menschen bewegen sich 40-mal mehr als Tiere

Veröffentlicht am Jan. 11, 2026.
Studie enthüllt Menschen bewegen sich 40-mal mehr als Tiere

Eine internationale Forschungsteams hat herausgefunden, dass die menschlichen Bewegungen insgesamt etwa 40 Mal größer sind als die der wildlebenden Landsäugetiere, Vögel und Insekten zusammen. Diese Erkenntnis wurde vom Weizmann-Institut für Wissenschaften in einer aktuellen Erklärung veröffentlicht und hebt die Veränderungen hervor, die der Mensch im Anthropozän auf unserem Planeten herbeigeführt hat.

Die in Nature Ecology & Evolution publizierte Studie berichtet, dass die menschliche Bewegungsaktivität seit der Industriellen Revolution um beeindruckende 4.000 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig ist die Bewegung von Meeresbewohnenden Tieren im gleichen Zeitraum um rund 60 Prozent zurückgegangen.

Bewegung ist für das Überleben aller Lebewesen essenziell. Tiere bewegen sich, um Nahrung zu suchen, Gefahren zu entkommen und verschiedene Ökosysteme miteinander zu verbinden. Wissenschaftler haben eine Warnung ausgesprochen, dass der Rückgang der Bewegungsaktivitäten in der Tierwelt ein alarmierendes Zeichen für die Belastung der natürlichen Systeme ist.

Um Menschen und Tiere effizienter zu vergleichen, entwickelten die Forscher ein neuartiges Maß, das das Gewicht einer Art in Relation zur zurückgelegten Distanz innerhalb eines Jahres setzt.

Dabei stellte sich heraus, dass die menschliche Fortbewegung zu Fuß sechs Mal größer ist als die Gesamtbewegung aller Wildlandsäugetiere, Vögel und Arthropoden. Diese Zahlen verdeutlichen die Dominanz menschlicher Aktivitäten gegenüber der Tierwelt.

Die Studie legt zudem offen, dass der Großteil der menschlichen Fortbewegung durch Automobil- und Motorradfahrten erfolgt, gefolgt von Flugreisen, dem Gehen und Radfahren. Durchschnittlich legt jeder Mensch täglich etwa 30 Kilometer zurück.

Ein weiterer bemerkenswerter Befund der Forschung zeigt, dass der Energieverbrauch einer einzigen Fluggesellschaft dem gesamten Energieaufwand aller Wildvögel auf der Erde während eines Jahres entspricht.

Eine begleitende Studie, ebenfalls vom Weizmann-Institut geleitet und in Nature Communications veröffentlicht, hat die massive Abnahme der Biomasse von wildlebenden Land- und Meeressäugetieren festgestellt. Seit dem Jahr 1850 ist diese um etwa 70 Prozent zurückgegangen.

In demselben Zeitraum stieg die Biomasse der Menschen und ihrer Nutztiere erheblich, während die Wildtiere zunehmend in den Hintergrund gedrängt wurden. Zusammen repräsentieren Menschen und deren Vieh jetzt etwa 1,1 Milliarden Tonnen Biomasse.

Die Ergebnisse dieser Studien verdeutlichen die dominierende Stellung der Menschheit im Vergleich zur Tierwelt und erschweren die Rückführung von Schäden, die durch menschliche Aktivitäten an der Natur verursacht wurden. Insbesondere die Biomasse mariner Säugetiere hat aufgrund industrieller Jagd drastisch abgenommen.

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