Chinesische Forscher entdecken neue Erdrutsche auf dem Mond

Veröffentlicht am Jan. 10, 2026.
Chinesische Forscher entdecken neue Erdrutsche auf dem Mond

Chinesische Forscher haben kürzlich neuartige Erdrutsche auf dem Mond identifiziert, die seit dem Jahr 2009 entstanden sind. Diese Erkenntnisse wurden in einem Artikel veröffentlicht, der in der renommierten Zeitschrift National Science Review zu finden ist. Die Entdeckung beleuchtet neue Aspekte der Geologie des Mondes und verspricht wertvolle Einsichten für die künftige Mondforschung.

Die Erdrutsche, die die Wissenschaftler identifizieren konnten, sind das Ergebnis seismischer Aktivitäten, die im Inneren des Mondes stattgefunden haben, auch als "endogene Mondbeben" bekannt. Diese neue Erkenntnis stellt eine Abkehr von der früheren Annahme dar, dass Asteroideneinschläge die Hauptursache für solche geologischen Veränderungen sind.

Ein Team von Forschern, das an der Sun Yat-sen-Universität in der Provinz Guangdong tätig ist, hat multitemporale Bilder der am meisten instabilen Regionen auf dem Mond analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die neu identifizierten Erdrutsche im Allgemeinen klein und flach sind, wobei jeder weniger als eine bestimmte Menge an Material verschiebt.

Die meisten der neu identifizierten Erdrutsche messen weniger als einen Kilometer in der Länge und weniger als hundert Meter in der Breite. Diese kleineren Dimensionen werfen neue Fragen über die Stabilität der Mondoberfläche und die Mechanismen der Geologie des Mondes auf.

Bei der Untersuchung der geologischen Bedingungen der neuen Erdrutsche fanden die Forscher zahlreiche neu entstandene Einschlagkrater, viele davon mit einem Durchmesser von mehr als siebzig Metern. Dennoch ergab die Analyse, dass weniger als dreißig Prozent dieser Erdrutsche durch Einschläge hervorgerufen wurden, was die Bedeutung der endogenen seismischen Aktivitäten unterstreicht.

Darüber hinaus haben die meisten neu entdeckten Erdrutsche eine klare räumliche Clusterbildung, insbesondere im Osten des Imbriumbeckens. Dies deutet auf heterogene Verteilungen von seismischen Zonen innerhalb des Mondinneren hin, was für die Geowissenschaft von erheblichem Interesse ist.

In der Vergangenheit blieben die aktiven seismischen Zonen im Inneren des Mondes weitgehend unerforscht. Doch die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass das räumliche Muster der Mondlandrutsche potenziell zur Identifizierung dieser aktiven Zonen verwendet werden kann.

Diese Erkenntnisse bieten nicht nur wertvolle Informationen über die geologische Struktur des Mondes, sondern auch eine strategische Grundlage für die Platzierung zukünftiger Seismometer. Dies könnte entscheidend sein für das Verständnis der inneren Struktur des Mondes und für künftige Missionen zur Erkundung unseres Erdtrabanten.

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