Studie enthüllt Erdbeben als 'Treibstoff' für unterirdisches Leben

Eine aktuelle Studie von chinesischen Forschern hat herausgefunden, dass die chemische Energie, die durch krustale Aktivitäten wie Erdbeben freigesetzt wird, als alternative Energiequelle für unterirdische Mikroorganismen dienen kann. Diese Entdeckung gibt wichtige Hinweise auf die Energiequellen im Erdinneren und könnte auch Aufschluss über potenzielle Lebensformen auf anderen Planeten geben.
Durch diese Forschung wird eine potenzielle Energiequelle für die bisher unerforschten Tiefenökosysteme der Erde identifiziert, was gleichzeitig die Suche nach mikrobiellem Leben in extraterrestrischen Umgebungen unterstützt. Dies ist besonders relevant für Planeten wie den Mars oder Europa, wo unterirdisches Wasser vermutet wird.
Die Studie, geleitet von Forschern des Guangzhou Instituts für Geochemie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, wurde kürzlich in der renommierten Zeitschrift Science Advances veröffentlicht. Dabei wird die Rolle von prokaryotischen Organismen hervorgehoben, die in dunklen Tiefen leben und etwa ein Fünftel der Biomasse der Erde ausmachen.
Diese Organismen sind auf chemische Energiequellen angewiesen, da sie keine organische Materie aufnehmen, die durch Photosynthese erzeugt wird. Jahrzehntelang stellte sich das Rätsel, wie diese Lebensformen ihre Energie gewinnen, als Herausforderung für die wissenschaftliche Gemeinschaft dar.
Um mehr über die Energiequellen zu erfahren, führten die Forscher Simulationen von Bruchaktivitäten in mehreren Kilometern Tiefe durch. Dabei entdeckten sie, dass die chemischen Bindungen beim Brechen von Gesteinen in Kontakt mit Wasser treten, was zu einer bemerkenswerten Produktion von Wasserstoff und Wasserstoffperoxid führt.
Diese chemischen Reaktionen initiieren Oxidations- und Reduktionszyklen, bei denen Elektronen freigesetzt werden. Diese Elektronen bewegen sich zwischen essenziellen Lebensgrundlagen wie Kohlenstoff, Schwefel und Stickstoff und schaffen ein unsichtbares unterirdisches Stromnetz, das den Mikroorganismen benötigte Energie liefert.
Die Forscher betonen, dass bei zukünftigen Missionen zur Erforschung extraterrestrischen Lebens besonders Augenmerk auf oxidierte und reduzierte Substanzen in der Nähe von Verwerfungen gelegt werden sollte. Diese Elemente könnten entscheidende Bedingungen für die Existenz von Leben darstellen.
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